Das Teeanbaugebiet in Nordostindien: Darjeeling

Darjeeling Tee, feinster Schwarztee aus dem indischen Hochland
Darjeeling, ein Teeanbaugebiet in Nordostindien, am Südhang des Himalajagebirges gelegen, ist bekannt für gute, spritzige, duftige schwarze Tees, die weltweit als Champagner des Tees bezeichnet werden. Dennoch erzielen die Teeproduzenten für nur wenige gute Tees der Saison auch gute Preise. Die viel größere Menge kann am Weltmarkt nicht zu Preisen verkauft werden, die ausreichend sind, um die wirtschaftliche und soziale Zukunft der Region zu sichern.
Vergleicht man die Erträge in Darjeeling, 150 kg bis 600 kg pro Hektar, mit den Erträgen in Assam einem anderen nordindischen Teeanbaugebiet, 3000 kg bis 5000 kg pro Hektar, wird deutlich, dass die Plantagen in Darjeeling mindestens den fünffachen Preis für ihren Tee erzielen müssten, um die gleichen wirtschaftlichen Bedingungen, wie auf Assam Plantagen herzustellen. Das ist nur bei ganz besonderen Teesorten, die nur wenig nachgefragt werden, möglich. Die besten Tees sind schwarze Tees und werden hauptsächlich von japanischen Importeuren gekauft. Die Ladenverkaufspreise für solche Tees würden in der BRD mindesten 200-300 Euro per 1 kg betragen müssen. Diese Tees machen allerdings nur einen Anteil von ca. 1 Prozent der Produktion aus. Leider findet man solche Tees kaum noch in den deutschen Tee-Fachgeschäften, weil auch dort mehr und mehr “Billig” statt “Gut” durchgesetzt hat.
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