Südasien versinkt in den Fluten

Frauen mit ihren Kindern im Katastrophengebiet
Man liest es in den Medien nicht an erster Stelle aber Südasien versinkt in den Fluten. Mit den Häusern und Feldern gehen auch die Nahrungsvorräte der Familien unter. Bauern im Ort Kurihamari in Assam (Nordindien) retten sich auf einem selbstgebasteltem Floß. Ganze Regionen stehen unter Wasser und brauchen dringend Hilfe, die leider in abgelegene Dörfer nur selten vordringt. UNICEF befürchtet in den Überschwemmungsgebieten in Asien die Ausbreitung von gefährlichem Durchfall und Infektionskrankheiten, insbesondere bei Kindern. Allein in den indischen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh sind rund zehn Millionen Menschen durch stehendes Dreckwasser bedroht, 40 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche.
Seit Tagen kampieren unzählige Menschen unter katastrophalen Bedingungen im Freien. „Die Situation ist sehr ernst. Das Wasser ist mit Erregern verseucht. Die Leute haben nichts zu essen und zu trinken. Die hygienischen Bedingungen in Notunterkünften sind schlecht. UNICEF schickt deshalb zusammen mit den lokalen Behörden 50 Gesundheitsteams mit jeweils zwei Ärzten in die Katastrophengebiete und bereitet Massenimpfungen gegen Masern vor“, erklärte Joan Howe, Sprecherin von UNICEF-Indien.
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